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17. Juni 2011:

Zwei Tage Emotionen bei „Halver-RundumsRathaus“

2007 wurde letztmals in Halvers Innenstadt Kart gefahren. Seither war es Still in der Kleinstadt – bis zum letzten Wochenende. „Halver-RundumsRathaus“ ließ die Motoren wieder dröhnen.

30 Teams und 140 begeisterte Kartfahrer folgten der Einladung vom Veranstalterduo Dietmar Sorge und Friedhelm Selter, die ohne kommerziellen Hintergedanken eine Kartveranstaltung aus dem Boden stampfte, die bei vielen für bleibenden Eindruck gesorgt haben dürfte. Es wurde Motorsport in seinen Wurzeln geboten. So wie man ihn liebt. Spannend, preiswert, fair und spektakulär.

Zum Glück spielte auch das Wetter mit und bot bis auf wenige Ausnahmen strahlenden Sonnenschein. So brauchten sich die ambitionierten Hobbyfahrer, die zum Teil sogar aus Hessen anreisten keinen Kopf über Regen machen, der nur am Samstagabend für 5 Minuten kurz „Hallo“ sagte.

Mit gestellten Karts rasten jeweils 15 Teams pro Gruppe in ihren Rennen um die offiziell 400m lange mobile Kartbahn. Die Strecke, die im Vorfeld wegen ihrer Kürze und ihres Layouts belächelt wurde, zeigte dann am Wochenende ihren harten Kern. Wegen der vielen Bodenwellen und Unebenheiten brachte sie viele Fahrer an den Rand ihrer Kräfte, so dass am Samstagabend ein Team sogar auf ein Rennen verzichten musste.

Insgesamt standen 7 Rennen pro Team auf dem Plan. Dieser wurde vom Veranstalterteam auch gut durchgehallten, am Ende musste aber doch etwas Rennzeit genommen werden, weil man etwas in Verzug geriet.

Los ging das Rennwochenende mit dem Freien Training, in welchem mein Team, „Iskyo Kartracing“ auf Platz zwei fuhr und einen ersten Eindruck hinterlassen konnte. Im direkt darauf folgenden Qualifying konnte ich dann noch ein wenig mehr aus dem Kart quetschen und fuhr mit einer 21,1 Sek. die Pole Position für das erste Rennen heraus.

Doch die gute Ausgangssituation verhalf uns nicht zu einer genauso guten Endplatzierung. Im ersten Rennen kamen wir auf den dritten Platz.

Rund 1,5 Stunden später stand bereits die zweite Punktevergabe an. Diesmal von Startplatz drei losgefahren, konnten sich meine Teamkollegen und ich uns über Platz zwei freuen. Gleiches Ergebnis sprang auch am letzten Rennen des Samstages heraus.

Somit gingen wir mit bereits 16 Zählern Rückstand in den zweiten Renntag. Die Hoffnung auf den Sige bei meinem Heimspiel war noch nicht aufgegeben und wir legten auch richtig gut los. Sieg im vierten und auch Sieg im fünften Rennen brachten uns wieder auf Schlagdistanz zu der bis dato führenden Mannschaft. Doch dann begrüßte uns der Defektteufel und brachte einen Keilriemen zum reißen. Mein Teamkollege Dennis Knöbel meisterte die Situation aber perfekt und sprang schnell in eine neues Kart. Mit diesem betrieb er Schadensbegrenzung und fuhr die Kiste auf Platz fünf ins Ziel.

Somit gingen wir anstelle der Gejagten als Jäger in das Finale, bei dem die besten 15 Teams erstmals an diesem Wochenende direkt aufeinander trafen. Entsprechend unserer Tabellensituation gingen wir vom zweiten Platz ins Rennen. Um den Gesamtsieg zu holen, mussten wir gewinnen und die Führenden durfte nicht besser als Rang fünf erreichen. Bei dieser Leistungsdichte am Pfingstwochenende waren unsere Chancen auf den Gesamtsieg also durchaus noch intakt. Doch es war kein guter Auftakt für uns in das Finale. Zwar konnte ich kurzzeitig die Führung übernehmen, wurde dann aber durch einen Überrundeten gedreht und verlor etliche Plätze. In der folgenden Aufholjagd büsten wir weitere wertvolle Zeit ein. Mit einer cleveren Startegie versuchten wir uns aus dem Nachteil noch einen Vorteil zu verschaffen und wechselten mich früh aus. Damit fuhren wir ganz gut, bis das Rennen jedoch kurzfristig abgebrochen wurde. Grund war ein spektakulärer Unfall, bei dem sich ein Fahrer überschlug, zum Glück aber ohne Verletzungen aus dem Kart steigen konnte. Das Rennergebnis war zur Nebensache geworden und damit auch unser vierter Platz. In der Gesamtwertung behielten wir knapp den zweiten Rang, hinter den Yellow Blue Boys Sauerland, und vor dem Team Limpinski.

Doch auch ohne Sieg gab es für mich einiges auf der After-Race-Party zu feiern. Zum einen konnte ich mich über den zweiten Platz und ein schönes Wochenende freuen, welches hinter mir lag, zum anderen konnte ich aber auch meinen BMW, den ich für den Rallyesport fertig mache, ausstellen. Zwar ist er noch nicht ganz Wertungsprüfungs tauglich, doch machte er schon einen tollen Eindruck. Hierbei möchte ich mich ganz herzlich für die Unterstützung von meinem Pa, meiner Freundin, dem Kotti und dem Alex aus unserem Team bedanken, ohne die das Auto am Wochenende nicht fertig gewesen wäre.

Vielen Dank also, für ein unvergessliches Wochenende!

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